Meine Hoffnung

"Niemand kann ihnen ein Minderwertigkeitsgefühl geben, ohne ihre Einwilligung" - Eleanor Roosevelt.
Montag, 28. juli 2008

... hatte ich es geschafft.. 5 lange wochen habe ich kein Messer angerührt.

Wie eine SMS diese lange, harte und qualvolle arbeit zu nichte machen kann.
Jetzt sitze ich wieder hier. Mein Körper übersäht mit unzähligen blutigen narben.

Ich werde niemals aus diesem Scheiß rauskommen. 
Es ist ein Teufelskreis... immer wenn ich glaube es geht endlich etwas bergauf, rutsche ich um das doppelte wieder hinab. 
Das schlimme ist, es tat gut. Wie der Druck für einen Moment wenigstens weniger war. Wie wenigstens für einen Moment der Tiefe schmerz in mir übertönt wurde von den Schmerzen die ich mir zufügte. Ich hatte wenigstens für ein paar minuten das gefühl frei zu sein. 

Ich habe gerade das Gefühl als würde sich alles festtreten... nichts würde vorran gehen.. 
Meine Beziehung hängt am seidenen faden, auf der arbeit wird alles was ich tu ignoriert und als gute Freundin bin ich einfach nur noch der letzte dreck.

Ich werde niemals zu dem Wunderschönen Phönix werden, so wie ich es mir gewünscht und erhofft habe.

von yakato veröffentlicht in: Daily Life Community: Borderliner
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Kommentare

Liebe Yakato,

Glaube mir, Du bist jetzt schon ein wunderschöner Phönix. Oft erkennt man selber nicht, wie wertvoll man ist. So geht es mir auch. Kann einfach nur hoffen, dass Du Dir Hilfe holst. Weiß aber auch, wie schwer es einen fällt, dass zu tun. Man will ja schließlich keinen zur Last fallen. Aber bitte, zerstreue Deine Zweifel und lass Dir helfen. Es gibt Sie wirklich. Menschen die Dich verstehen und versuchen Dich wieder in die richtige Spur zu bringen. Schließlich bruachen wir eine fröhliche Yakato.
Liebe Grüße
Udo
Kommentarnr 1 gepostet von Udo Stärkelings am 31.07.2008 à 12h41
Hi Yakoto!
Das was du 5 Wochen durchgehalten hast,habe ich seit ein paar Jahren durchgehalten.Hab auch viel Versucht um es entgültig sein zu lassen und auch eine stationäre Therapie hat mir damals nicht geholfen.
Mittlerweile habe ich drei Kleine Kids,die ich mir zur "Lebendsaufgabe" habe werden lassen.
Aber ich muss auch gestehen,ich kann dich verstehen.
Das Gefühl wieder Rückfällig zu werden,ist fast unerträglich.
Aber auch wenn es nie lange andauert,das befreiende Gefühl,wenn man sich ritzt(schneidet),für die paar befreienden Minuten,lohnt es sich.
Ich hatte auch unzählige Rückfälle und auch heute habe ich jeden Tag damit zu kämpfen,es nicht zu tun.
Grad besonders,wenn sich alles staut und zuviele Probleme auftauchen,die ich nicht an mich ran lassen möchte.
Aber ich drück Dir die Daumen,das Du es irgendwann schaffst,damit aufzuhören.

LG Mandy
Kommentarnr 2 gepostet von Mandy am 4.08.2008 à 15h23
Hi!

Ich hab damals was im Internet gefunden über Borderline.
Es ist ein Gedicht und vielleicht kennst Du es ja nicht.
Ich fand es damals schon super und finde es heute noch toll.
Es drückt eigentlich alles aus,was Borderliner eigentlich für liebe Menschen sind!

Guten Tag, der Herr, die Dame,

Gestatten, Borderline, so ist mein Name.



Sie kennen mich nicht? Das ist nicht schlimm.

Ich werd' Ihnen erzählen, wer ich bin.

Eine Krankheit, doch man sieht sie nicht,

aber trotzdem immer öfter man über sie spricht.



Wir Bordis sind wirklich ganz Liebe,

auch wenn wir oft verteilen Hiebe,

und die nicht immer auf den Feind,

sondern sehr oft gegen den Freund.



Dieser es gar nicht begreifen kann,

wenn er doch lieb ist, was bleibt ihm dann?

Kommt er uns nah, ganz in Vertrauen,

stoss'n wir ihn weg, er soll abhau'n.



Geht er fort, sind wir zerrissen,

weil wir im Herzen ihn so vermissen.

Der Tod uns oft als Ausweg erscheint,

doch das bin nicht Ich, die das meint.



Die Seele weint, das Herz trauert,

das heißt aber nicht, dass es lang andauert.

Im nächsten Moment empfinden wir Glück,

und das an Borderline ist die Tück'



In einem fort hin und her gerissen,

kämpfen wir Bordis stets verbissen

um ein Quentchen Glück und ein bisschen Frieden,

sind wir doch Menschen, die auch wollen lieben.



Der größte Hass, uns selber gilt,

wir können nicht umgehen mit uns mild.

Stets wir uns messen an Extremen,

dieser Weg nicht zählt zu den Bequemen.



Oft erscheint uns das Leben so schwer,

dass wir sagen: ich will nicht mehr!

Die Zweifel, die so stark an uns nagen,

sind beileibe fast nicht zu ertragen.



Die innere Qual und ohnmächt'ge Wut,

nehmen uns gänzlich jeglichen Mut.

Aggression, das erlebt manch einer,

mit Absicht wehtun, das will von uns keiner.

Doch die Verzweiflung, die sich macht breit,

bringt uns immer wieder so weit.



So können wir uns oft nicht spüren,

und das kann leider dazu führen,

dass wir uns verletzen und uns schneiden,

um so die Leere aus dem Geist zu vertreiben.



Der Schnitt, der macht keine Schmerzen,

aber doch gibt´s dann im Herzen,

ein wenig Luft, und das alleine

bringt uns ein bisschen auf die Beine.



Schwarz und Weiß, so ist uns're Welt.

Grau, sich nicht dazugesellt.

Für andere ist das schwer zu verstehen,

das ist uns klar, doch muss man auch sehen,



dass wir wahrhaftig die Täter nicht sind,

sondern Opfer, und dies meist schon als Kind.

Als Kind bereits übel missbraucht,

ist unser Glück als Erwachsene verraucht.



So sensibel wir auch sind, so eins ist klar,

wir sind immer für die and'ren da,

gerade weil wir wissen, was es heißt,

wenn die Seele leidet, uns zerreißt,



können wir mitfühlen und in Nöten

die verzweifelten Gedanken des and'ren töten.

Arrogant und borstig, so heißt es immer,

doch das stimmt nicht, nie und nimmer.



Um vor inn'rer Qual uns zu retten,

müssen wir uns hinter ‘ner Fassade verstecken.

Wir tragen ‘ne Maske, die uns schützt,

doch ist die Frage, ob sie was nützt?



Schau'n wir uns an, ins ehrliche Ich,

kommt von allein ganz unweigerlich,

Der innere Schrei, nein, so will ich nicht sein,

und wieder wir wechseln zum trughaften Schein.



Dann reden die and'ren mit uns wie mit jedem,

das aber geht leider oft stark daneben.

Denn allzuoft führt ein Wort mitunter

dazu, dass für uns die Welt geht unter.



Das versteh'n dann die and'ren nicht

und bringt sie aus dem Gleichgewicht.

Doch, was soll'n wir machen, um zu leben

und dennoch nicht zuviel von uns preiszugeben?



Es ist ein wahrhafter Drahtseilakt,

den wir vollführen, und bitte gebt acht,

vielleicht gibt's ‘nen Freund, der euch nahesteht,

dem es ganz genauso geht.



So denkt dann an die Zeilen von heut'

und so könnt ihr dann vielleicht

so manchem Freund helfen soweit,

dass er sich traut und von der Maske befreit.
Kommentarnr 3 gepostet von Mandy am 6.08.2008 à 16h48

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