Meine Hoffnung

"Niemand kann ihnen ein Minderwertigkeitsgefühl geben, ohne ihre Einwilligung" - Eleanor Roosevelt.
Mittwoch, 6. august 2008

Solangsam muss ich einfach lernen meine Mauer wieder aufzubauen. Yakato muss ich vor anderen verstecken. Sie werden es eh nie begreifen was in einem Borderliner vorgeht. Was er denkt und vor allem WIE ein borderliner denkt und fühlt. Das wissen nur echte Bordi's.

Ihr normalen Menschen, Ihr könnt aufrecht durch's leben gehen. Wir "Gezeichneten" Tragen unsere narben offen in die Welt. Wie ein abschreckendes Kleid. Wir werden dadurch jeden tag an unser Leid erinnert. 
Ich denke noch oft und gerade im moment an die Zeit zurück als mir noch nicht bewusst war, dass ich Krank bin. Als mir der Begriff "Borderlining" noch fremd war. Als ich mir einfach nur zum Druckabbau schmerzen zugefügt habe. 
Ich weiß ich bin krank. 

Seit jahren Kämpfe ich in meinem Leben. Immer wieder versuche ich rauszukommen aus dem Loch was mein Leben erfüllt. 
Ich trete auf die Leiter. Gehe 1 oder 2 Stufen richtung Sonnenlicht, wärme und geborgenheit. Richtung Freude am leben. Doch dann kommt wieder ein Schicksalsschlag. Wie als wenn jemand einen Von oben etwas entgegenwirft " DU hast hier oben bei uns nichts zu suchen" oder dich an den Füßen nach unten reißt, rutsche ich wieder ein paar stufen und wenn es ganz schlimm läuft sogar alle stufen wieder hinab und wieder muss ich mir alles neu erkämpfen, jeden schritt nach oben. 
Jedes mal wird es schwieriger und kostet mehr kraft, weil einfach die angst vor dem nächsten Absturz immer größer wird. Diese innerliche angst lässt mich erstarren. 
Ich blicke in den Spiegel und sehe dreck ... Dreck der es nie schaffen wird ein "normales" leben zu führen. Dreck der immer abrutschen wird, sobald man 2-3 schritte vorwärts gemacht hat.

Heute auf der Arbeit hat mir ne Kollegin die Handynr von einem burschn aus der anderen Abteilung gegeben und will etwas kupplerin spielen. Er hat sie auch rausgerückt, damit sie endlich ruhe gibt. 
Ich glaube nicht, dass da nur annähernd ein ernster gedanke von Interesse hinter steckt. 
Ich glaube auch nicht, dass ich für etwas neues schon bereit bin. Geschweige denn dass ich fähig bin in irgendeiner art eine Beziehung zu führen. 
Auf der Arbeit tu ich so als würde es mich nicht mehr belasten. Als wäre es mir scheiß egal. 
Aber was ich rotz und wasser heule sobald ich nur seinen Namen lese oder sobald er mich anschreibt und behauptet es täte ihm leid. Vielleicht tut es ihm sogar wirklich leid... ich weiß es nicht... ich kann es nicht beurteilen. 
Mir wird gesagt ich soll hart bleiben ihm einfach so richtig eine reindrücken ... aber es tut mir mehr weh als ihm. 
Wenn nur einer annähernd die tränen sehen könnte die ich vergieße. Wenn nur einer annähernd in meine Gefühlswelt eintreten könnte und nur mal stückweise meine gefühle nachfühlen könnte. Ich glaube Menschen die das nicht gewöhnt sind würden lieber sterben als das auch nur 5 minuten lang durchzuhalten. 
Dieses Gefühls-hin und her vom 7. himmel in die tiefste hölle zu rutschen und das über jahre und wenn man garnicht mehr kann nimmt man sich einfach was womit man sich schmerzen zufügen kann um das ganze nur 5 minuten zu übertönen. Um 5 Minuten den schmerz den man innerlich fühlt zu vergessen. Der einen danach nur doppelt trifft, weil man nicht nur den schmerz fühlt der vorher schon da war, sondern auch noch die selbstzweifel die danach noch entstehen. 

Insgeheim hoffe ich irgendwie und irgendwann, dass ich nur einen moment unaufmerksam bin oder vielleicht wer anders und mir endlich diese Last von den Schultern nimmt und dem ganzen einfach ein Ende macht.
Regennasse Rutschige Fahrbahn... etwas überhöhte Geschwindigkeit ... ein Baum .....

von yakato veröffentlicht in: Daily Life Community: Borderliner
Kommentar hinzufügen Kommentare (0)    empfehlen
Retour à l'accueil

Kategorien

Neueste Kommentare

Über diesen Blog

Links

Blog : Sport auf de.over-blog.com - Kontakt - Nutzungsbedingungen - Werbung - Missbrauch melden